Befriedung der Region durch „Olivenzweig“ – eine Analyse!

Befriedung der Region durch „Olivenzweig“ – eine Analyse!

Das Streben der nationalistisch-stalinistischen YPG sprich der syrischen Fraktion der PKK nach einem eigenen Staat mit Macht hat das Potential, die Region in neue, schwere Turbulenzen zu stürzen. Vor allem die US-Plänen zur Aufstellung einer „Grenzsicherheitstruppe“ stellte immer drängender die Frage auf, wie die Türkei auf die Installation eines terroristischen PKK-Staates mit Ausstrahlungskraft auf die türkische PKK und der Autonomen Region „Kurdistans“ an seiner Grenze reagieren würde. Die USA erwarteten, dass die Türkei US-Interessen über den eigenen Landesschutz stellen würde. Mit dieser Fehleinschätzung offenbart sich das ganze US-Dilema. Der amerikanische Hegemon ist von seiner weltpolitischen Rolle überfordert. Nicht erst seit Trump verliert die wackelige Weltmacht zusehends an Bedeutung. Die USA haben jedweden moralischen, militärischen und politischen Führungsanspruch verwirkt. Führung ist in der neuen Welt ganz anders, sie wird kooperativer und partnerschaftlicher definiert. Die Operation Olivenzweig ist auch als große Befreiungsgeste von den USA zu betrachten. Übrigens wird sie von der gesamten demokratischen Oppostion getragen. Die größte Oppostionspartei – die sozialdemokratische CHP- hat erklärt, dass sie die Operation „Olivenzweig“ unterstützen. Der stellvertretende CHP-Vorsitzende und Parteisprecher, Bülent Tezcan sagte den Pressemitgliedern im Parteizentrum der CHP folgendes: „Wir erklären, dass wir hinter dieser Operation sind und es sein werden. Unsere Armee hat eine wichtige Operation gestartet. Unsere Unterstützung ist ganzheitlich. Wir hoffen, dass sie sobald als möglich zum Erfolg führt.“

Die Terrormiliz YPG hat auf das falsche Pferd gesetzt. Die USA hat in Syrien kaum politischen oder militärischen Einfluss. Alleine Russland und die Türkei bestimmen in Syrien. Russland forderte die Terrormiliz YPG auf, ihre Gebiete wieder unter die Hoheit der syrischen Regierung zu stellen. Dies wurde zurückwiesen. Somit war die russische Haltung klar. Die Türkei ist für Russland zu wichtig und eine weitere Abgrenzung der Türkei von den USA im russischen Interesse. Zum Anderen kann Russland auch kein Interesse an einen, mit den USA verbündeten terroristischen Satellitenstaat haben.

Doch mit dem nahende Ende der Terrormiliz YPG ist es nicht vorbei.

Die Türkei bleibt auch danach weit von einem Ende des Terrorismus entfernt.

Eine der wichtigsten Fragen, an denen die Hoffnung auf ein harmonischeres gesellschaftliches Klima hängt, ist die nach dem künftigen parteipolitischen Umgang mit der Kurdenfrage. Wird es auch weiterhin gelingen, die Sozialdemokraten, die Konservativen und die Rechtskonservativen hinter einer gemeinsamen Strategie zu versammeln? Oder aber wird der sehr schmerzhafte Antiterrorkampf der letzten Jahre eine Fortsetzung erfahren?

 

Devrim S.

Deutsch-Türkische Akademiker (DTA)

 

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