Wie Rassismus zu einer Überschätzung des muslimischen Anteils führt

Wie Rassismus zu einer Überschätzung des muslimischen Anteils führt

Eine Umfrage zur Anzahl der Muslime in 40 Ländern zeigt: Ihr Anteil an der Bevölkerung wird dramatisch überschätzt. Besonders Deutsche und Franzosen liegen weit daneben. Also jene Länder, mit der höchsten Ablehnung gegenüber Muslimen. Schuld daran ist der von den Medien evozierte Rassismus. Laut einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung praktizieren die Öffentlich-Rechtlichen „nicht selten eine unkritische, unreflektierte Übernahme und Weitergabe von Bedrohungsrhetorik durch die Verwendung von dramatischen Bildern und Begrifflichkeiten“. Das Ergebnis ist dann eine gefühlte Islamisierung.

Kulturchristliche „Deutsche Befragte“ gaben im Durchschnitt an, hierzulande sei etwa jeder fünfte Bürger (21 Prozent) muslimischen Glaubens. Tatsächlich ist es nur etwa jeder Zwanzigste, der Anteil der Muslime an der Bevölkerung beträgt gute fünf Prozent.

Auch was den Zuwachs der muslimischen Bevölkerung angeht, liegen kulturchristliche Original-Deutsche völlig daneben. 2020, so die deutschen Befragten, werde der Anteil der Muslime in etwa ein Drittel erreichen. Das Institut Pew Research Center berechnet, in vier Jahren werde ihr Anteil 6,9 Prozent betragen.

Problematisch ist auch der Begriff „Muslime“. Selbst Atheisten, Agnostiker oder bloße Kulturmuslime mit der jeweiligen stark länderspezifischen Färbung gelten als Muslime -per Geburt. Folglich hat die gewollte Unterscheidung einen biologistischen Ken. Es geht nicht um Kultur. Es geht um Rasse!

Devrim S.

Deutsch-Türkische Akademiker e.V.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Hinterlasse eine Antwort