Zuwandererkinder überflügeln „Einheimische“

Zuwandererkinder überflügeln „Einheimische“

Überraschende Erkenntnis des europäischen Statistikamtes: Europäer, deren Eltern eine Einwanderungsgeschichte haben, haben häufiger einen Hochschulabschluss als diejenigen mit „einheimischen“ Eltern.

„Makelhintergründler“ der zweiten Generation in der EU besitzen im Durchschnitt öfter einen sehr hohen Bildungsabschluss als die übrige Bevölkerung. Deutlich mehr als jeder Dritte der 25 bis 54 Jahre alten Zugewanderten konnte im Jahr 2014 einen Uni- oder Fachhochschulabschluss vorweisen. „Einheimische“ kamen nur  auf einen Wert von 30,9 Prozent. Das teilte das EU-Statistikamt in Luxemburg am Freitag mit.

Die Zahl könnte noch viel höher sein. Allerdings ist die Zahl der türkischstämmigen Auswanderer in den letzten Jahren beständig gestiegen. Die Migrationsrichtung hat sich längst umgekehrt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts liegt die Zahl der Türkischstämmigen, die Deutschland verlassen im Schnitt bei jährlich 40.000.

Die überwältigende Mehrheit von ihnen ist gut ausgebildet, hat in Deutschland studiert. Ihre Eltern kamen ins Land, um dort irgendeine Arbeit zu bekommen. Die Kinder kehren nun in die Türkei zurück – um Anerkennung zu finden. Jeder dritte türkischstämmige Akademiker will Deutschland verlassen – am liebsten in Richtung Türkei, ermittelte bereits 2008 die TASD-Studie über türkische Akademiker und Studierende in Deutschland. Alles junge Europäer, in die auch finanziell – Schule, Ausbildung, Studium – erheblich investiert wurde.

Deutschland sollte um diese junge, gut ausgebildete Menschen kämpfen.

Devrim S.

Deutsch-Türkische Akademiker (DTA)

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